Hier sehen Sie die Pfarrkirche in Traunkirchen von Innen.

1000 Jahre Kloster Traunkirchen

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Themenweg "1.000 Jahre Kloster Traunkirchen"


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Tour-Details

Startort: 4801 Traunkirchen
Zielort: 4801 Traunkirchen

Dauer: 0h 13m
Länge: 0,9 Kilometer

niedrigster Punkt: 423m
höchster Punkt: 429m
Schwierigkeit:leicht
Panorama: einige Ausblicke

Wegbelag:
Asphalt, Schotter

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Der Themenweg "1.000 Jahre Kloster Traunkirchen" wird Sie durch Traunkirchen führen und somit die Gesichte rund um das Kloster und Traunkirchen erlebbar und auch erklärbar machen.

1.)Das Seetor, der Himmel
….. die große und kleine Welt
Hier nimmt jedes Jahr ein sehr eindrucksvolles religiöses Fest seinen Anfang: die Fronleichnamsprozession, sie wird seit dem Jahr 1632 auf dem See abgehalten. Der Priester geht mit dem Allerheiligsten an Bord der „Himmelsfuhre“, die von vielen Booten begleitet wird. Ein Blick über die Wasserfläche nach Norden stimmt jedoch weniger fromm: Dort wo in einer stillen Bucht des Traunsees vor rund 5 Jahrtausenden steinzeitliche Bewohner des Salzkammergutes ihre Pfahlbauten errichtet haben, steht die heutige „Spitzvilla“, dereinst Residenz des österreichischen Offiziers Rudolf Carl von Slatin Pascha. Nach sehr einträglichen orientalischen Kriegsabenteuern genoss er am Traunsee sein Leben als Gesellschaftslöwe, sowie seine Freundschaft mit Kaiser Franz Joseph und dem englischen König Edward VII. Weiter landeinwärts, in der Viechtau, war hingegen eine traditionsreiche, heute schon fast vergessene Arbeitswelt zu Hause: die der Holzschnitzer und Spielwarenhersteller.
Die Fronleichnamsprozession am See gilt auch heute noch als Fest, das viele hundert Gläubige anzieht.

2)Am Antlaßeck

… des Traunsees und der Liebe Willen

Wie Grillparzers Hero und Leander liebten sich dereinst ein gräfliches Fräulein und ein junger Ritter. Doch der sittenstrenge Vormund hatte die junge Dame im Kloster Traunkirchen verwahrt, und ihr Geliebter schaute von einem Stein am anderen Seeufer, der noch immer Jungfernlueg heißt, sehnsuchtsvoll nach dem Fenster der Jungfer. Nachts aber entzündete sie ein flackerndes Licht: So konnte er unbeirrt den dunklen See durchschwimmen und seine Angebetete in die nassen Arme schließen. Einmal fiel aber Sturm ein, das Licht erlosch, der Ritter ertrank, sein Fräulein folgte ihm in den Tod und am Morgen fand man die beiden am „Antlaßeck“ angeschwemmt.

3)Salzhafen
….3000 Jahre Geschichte + Siedlung Hallstatt
Hier, beim ehemaligen Klostergarten, legten schon lange vor Christi Geburt die Salzschiffer aus Hallstatt an. Ihre Zillen waren schwer beladen mit der kostbaren Fracht. Auf dem Johannesberg brachten sie Brandopfer für das Gelingen der gefährlichsten Fahrtstrecke dar. Auf der Rückfahrt hatten sie wertvolle Güter zur  Versorgung der Hallstätter Bergleute geladen, die im direkten Umfeld des Bergbaus nicht verfügbar waren: Nahrungs- und Betriebsmittel, Rohstoffe , vor allem Holz, aber auch Kleidung und Geschirr und andere Alltagsgegenstände, die zum Leben notwendig waren. Die Bedeutung der Siedlung als Handels- und Verkehrsknotenpunkt und der Wohlstand ihrer  Bewohner spiegeln sich in den mit reichen Beigaben versehenen  Gräbern zweier Friedhöfe, die sich vom heutigen Kloster bis zum Ortskern erstreckten..



4)Der Berg im See

Natur und Kult, Kunst und Salz

Der kleine, jedoch markante Johannesberg ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Seine Eiben, eine selten gewordene immergrüne Nadelbaumart, galten in der Mythologie seit jeher als heilige Bäume und machen damit den Johannesberg zu einem Naturdenkmal mit kultischem Hintergrund. Sicherlich hatte er auch eine strategische Bedeutung am uralten Transportweg des Salzes ins Alpenvorland; einerseits markierte er die engste Stelle des Sees, andererseits ließ sich von seinem Gipfel aus fast der gesamte See überblicken. Sein Erscheinungsbild ließ ihn schon früh zum begehrten Motiv für Künstler werden. 1513 stellte ihn Wolf Huber, ein Maler und Graphiker der Donauschule, in den Mittelpunkt des ältesten erhaltenen Bildes von Traunkirchen. Auch für Friedrich Simony, der das Salzkammergut wissenschaftlich und künstlerisch dokumentierte, war der Johannesberg ein faszinierendes Motiv.


5)Auf dem Johannesberg

Der alte Odinstein als christliche Erhöhung

Hier, auf dem Gipfelplateau, wurden ca. 4000- 5000 Jahre alte Steinbeile gefunden. Damit beginnt die archäologisch belegbare Geschichte von Traunkirchen. Seit Jahrtausenden wird dieser geheimnisvolle Berg von Menschen begangen und mehr noch: Viele Funde belegen, dass hier über Jahrhunderte hinweg den Naturgottheiten Tiere und Früchte geopfert wurden. Dieser urgeschichtliche Brandopferkult erreichte in der Hallstattzeit (8. - 5. Jhd. v. Chr.) seinen Höhepunkt. Später stand auf diesem uralten Kultplatz ein römisches Heiligtum. Es sind wohl dessen Mauerreste, auf denen die 1354 erstmals urkundlich erwähnte Johannesberg-Kapelle errichtet wurde.

Vermutlich stieß man dabei auf jenen römischen Steinkopf, ein Kaiserportrait aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr., der heute in der Vorhalle zu sehen ist.


6)Kriegerdenkmal
... Vom Kaiserdenkmal zum Mahnmal zweier Weltkriege
Seit 1904 schmückte eine Büste Kaiser Franz Josephs den Ortsplatz von Traunkirchen. Nach dem Untergang der Monarchie errichtete man an derselben Stelle ein Kriegerdenkmal mit dem Standbild eines trauernden Soldaten, der sich auf sein Gewehr stützte - Sinnbild des " Guten Kameraden". Als im April 1945 amerikanische Truppen auch nach Traunkirchen kamen, schossen sie, aus Übermut oder weil sie ein Symbol des Widerstands gefunden zu haben glaubten, auf das Denkmal und beschädigten es schwer. So stand der Torso bis 1966, denn die Verhandlungen zur Errichtung eines neuen Kriegerdenkmals zogen sich über Jahre hin. Schließlich wurde 1958 ein Entwurf des Architekten Josef Stummer für den südlichen Felsen des Johannesberges angenommen und die Ausführung dem Bildhauer Sepp Moser übertragen. "Wir haben für der Heimat Frieden uns geopfert; doch Freiheit, Frieden fordern Opfer auch von Euch." Diese zentrale Aussage wird von Figuren umrahmt: von der opfernden Seele, deren Feuer zum Himmel lodert, von Mutter und Kind, die die Hinterbliebenen symbolisieren, und von einem Engel, der Frieden und Segen bringt.

7)hl. Bezirk am See

Drei Kirchen rund um den heiligen Bezirk

Die später folgende christliche Tradition Traunkirchens als Mutterpfarre des Salzkammergutes offenbart sich augenfällig in den drei, auf engstem Raum gruppierten Kirchen. Mit der Johannesberg-Kapelle wurde ein traditionsreicher, für die Heiden heiliger Berg christianisiert. Die heutige Pfarrkirche hatte als Klosterkirche eine sehr bewegte Vergangenheit. Nach mehr als 500 Jahren Bestand wurde das Nonnenkloster 1573 in den Reformationswirren aufgelöst. Fünfzig Jahre später kamen die Jesuiten nach Traunkirchen. Nach Aufhebung des Ordens durch Kaiserin Maria Theresia wurde das dritte Gotteshaus, die mit dem alten Hofrichterhaus des Klosters verbundene St. Nikolauskapelle profaniert  und ging in Privatbesitz über. 1848 erwarb Joseph von Spaun, der Freund und Förderer Franz Schuberts, das Haus. Dort waren so bekannte Künstler wie Nikolaus Lenau, Moritz von Schwind, Leopold Kupelwieser, später Arnold Schönberg zu Gast.


8)Pfarre und Fischerkanzel

Barocke Herrlichkeit nach Schutt und Asche

Die in ihren Ursprüngen bis ins 11. Jahrhundert zurückgehende Klosterkirche ist eine der schönsten Pfarrkirchen des Salzkammergutes. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt sie den Jesuiten, die sie im 17. Jahrhundert nach einem verheerenden Brand als dreischiffige, sechsjochige Säulenhalle errichten ließen. Ihre hervorragendste Sehenswürdigkeit ist die von einem unbekannten Meister geschaffene „Fischerkanzel“. Sie stellt das Wunder des reichen Fischfangs dar. Die Apostel Jakobus und Johannes ziehen das prall gefüllte Netz ins Boot, im Hintergrund empfängt der kniende Petrus den Auftrag des Heilands: „Von nun an sollst Du Menschenfischer sein.“ Ein kunstvoll ausgeführtes Fischernetz schmückt den Kanzelaufgang. Den Hauptaltar dominiert das gewaltige Gemälde „Mariä Krönung“, flankiert von überlebensgroßen Statuen der Aposteln und Heiligen.


Ausgangspunkt: Gestartet wird beim Seetor direkt in der Nähe des Klosters Traunkirchen
Zielpunkt: Ziel des Themenweges ist die Pfarrkirche Traunkirchen mit der berühmten Fischerkanzel

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  • täglich geöffnet

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  • Für jedes Wetter geeignet
  • Für Gruppen geeignet
  • Für Schulklassen geeignet
  • Für Kinder geeignet (jedes Alter)
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  • Für Senioren geeignet
  • Für Alleinreisende geeignet
  • Mit Freunden geeignet
  • Mit Kind geeignet
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  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst
  • Frühwinter
  • Hochwinter

Für Informationen beim Kontakt anfragen.

Themenweg "1.000 Jahre Kloster Traunkirchen"
Tourismusverband Traunsee-Almtal/Ortsausschuss Traunkirchen
Toscanapark 1
4801 Traunkirchen

+43 7612 74451
info@traunsee-almtal.at
www.traunsee-almtal.at
www.klostertraunkirchen.at
http://www.traunsee-almtal.at
http://www.klostertraunkirchen.at

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Startort: 4801 Traunkirchen
Zielort: 4801 Traunkirchen

Dauer: 0h 13m
Länge: 0,9 Kilometer

niedrigster Punkt: 423m
höchster Punkt: 429m
Schwierigkeit:leicht
Panorama: einige Ausblicke

Wegbelag:
Asphalt, Schotter

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